Volksbeamer
HowTo run a so called 'Volksbeamer' with a GeForce graphics adapter with Linux (or other UNICES like FreeBSD and Solaris, using XFree (or X.org) X-Server)
Volksbeamer
Ein sogenannter Volksbeamer, wie er auf ebay oft angeboten wird, ist nicht mehr als Diaprojektor, bei dem das wechselbare Dia gegen ein kleines LCDisplay ersetzt wurde. Die Bildqualität ist mäsig, der Preis von rund 100 Euro für das ganze Gerät (je nach Ausführung), sowie wenigen Euro für eine Ersatzbirne, überzeugen jedoch.composite video vs. S-VHS
Das Display des Volksbeamers wird mit einem sogenannten composite video Signal angesteuert. Aus der Grafikkarte am Computer kommen je nach Buchse 'composite video' oder die getrennten S-Video Signale luminance und crominance raus.Wahlfreiheit
Unabhängig von der Signalform und der Buchse muss dem X-Server Angaben zur Auflösung, Farbnorm etc. gemacht werden. Die Screen-Section der XF86Config-4 wird um folgendes erweitertOption "TwinView" "1" #Option "UseEdidFreqs" "on" #Option "TwinViewOrientation" "LeftOf" Option "TwinViewOrientation" "RightOf" #Option "TwinViewOrientation" "Clone" #Option "ConnectedMonitor" "tft,crt" Option "NoLogo" "on" #Option "TVStandard" "NTSC-J" Option "TVStandard" "PAL-G" Option "TVOutFormat" "SVIDEO" #Option "TVOutFormat" "COMPOSITE" Option "MetaModes" "NULL, 1600x1200 ; 220x280@51d, 640x480" Option "SWCursor" "0" Option "HWCursor" "1" #Option "SecondMonitorHorizSync" "30-130" #Option "SecondMonitorVertRefresh" "50-55"Die mittels Option angegebene Auflösung und Bildfrequenz hat nichts mit dem zu tun, was der Video-Out Chip der Grafikkarte später macht! Das wird vielmehr von der TV-Norm festgelegt. Bei PAL beispielsweise 625 Zeilen bei 50Hz, bei NTSC kommen weniger Zeilen raus, dafür 60Hz Bildfrequenz!
4-pin
An der oft verbauten 4-poligen S-Video Buchse der Grafikkarte gibt es nur das Helligkeitssignal und die Farbinformation. Diese müssen in ein reguläres composite video signal gewandelt werden. Bewährt und elektronisch einwandfrei geschieht dies mit einem Widerstandnetzwerk, das die 2 Signale mit 75 Ohm Impedanz in ein dem Volksbeamer verständliches Video-Signal wandelt.![]() |
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Alternativ können die Signale über zwei 100 Ohm Widerstände zusammengeführt werden. Das ist zwar keine saubere Methode, bei der Bildqualität, die solch ein Beamer liefert, fällt die Qualitätsminderung des Signals aber nicht ins Gewicht.
Einen hochwertigen Adapter kann man mit drei 56 Ohm und einem 470 Ohm Widerstand realisieren. Damit bleibt man näher bei den geforderten 75 Ohm Impedanz. Der Unterschied zum einfachen Adapter ist im Bild jedoch nicht sichtbar. Bei gerade mal 250 Zeilen Bildauflösung braucht man keine Signalkonvertierung in Studioqualität!

C--[R1]---*---[R3]--Aus
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L--[R2]---*
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-
R4
-
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Masse -
(soll!)
C sieht R1 + R2||R3||R4 = 75R
L sieht R2 + R1||R3||R4 = 75R
A sieht R3 + R1||R2||R4 = 75R
mit a||b||c = a*b*c / { ab + ac + bc }
3 Gleichungen, 4 Unbekannte. Man kann das Verhältbis von R1 zu R2
(also L zu C) vorgeben.
Ein Beispiel: symmetrisch R1 = R2 = R3 = R. Dann
zB. R = 50 und R4=oo oder
zB. R = 57 und R4=57
Je nachdem schwächt sich das Ausganngssignal mehr und mehr ab ...
7-pin
Findet man an der Grafikkarte eine 7-polige Buchse, kann diese luminance und crominance Signale liefern, als auch ein reines composite video Signal. Problematisch ist nur die Beschaffung eines Steckers! Hat man einen solchen Stecker gefunden wird ein geschirmtes Kabel an Pin 6 und 7 gelötet und damit der Volksbeamer angesteuert. Die XF86Config-4 wird so konfiguriert, dass der X-Server ein composite video signal erzeugt.
